Ein beliebter Platz zum Fischen ist für
viele Mitglieder unserer Fischerrunde der schon in der ersten Zeitung öfter
erwähnte Teich in Nove Hrady in Tschechien. Aber nicht nur die schönen
Fänge, die man dort an Land ziehen kann, sind der Grund dafür,
sondern auch die "Lagerfeuerromantik". Man
darf dort überall und zu jeder Zeit ein Lagerfeuer in jeder Größe
anzünden, und das übt auf viele von uns eine gewisse Faszination
aus.
Das erste Mal waren wir im vergangenen Jahr vom 15. bis 17. Februar wieder
am Teich in Nove Hrady. Nach dem Auswerfen der Köder ging es daran,
einen passenden Platz für unser Lagerfeuer zu finden. An einer tiefer
gelegenen Stelle rechts neben der Straße war unser üblicher Lagerfeuerplatz,
den wir auch diesmal wieder nützten. Ein wenig Holz nehmen wir immer
von zu Hause mit, aber um die ganze Nacht ein wärmendes Feuer zu haben,
musste natürlich Holz organisiert werden. Ein umgestürzter Baum
mit zersplittertem Stamm war eine reiche Fundgrube.
Die Stammteile wurden herangeschleppt und teilweise
als Ganzes ins Feuer gelegt. Brennt das Feuer folgt der gemütliche
Teil: Sessel werden aufgestellt, Getränke bereit gestellt und das "Abendessen"
vorbereitet. Bei den meisten sind das über dem Feuer auf einem Stock
gegrillte Knacker und in der Glut in Alufolie gebratene Kartoffel. Nur unser
"Spezialist" Karli musste eine Ausnahme machen und bereitete sein
Essen in einer Pfanne, die er auf die Glut stellte.
Bis weit in die Nacht hinein wurde dann erzählt, Lieder wurden gesungen
und natürlich auch ab und zu ein Bierchen getrunken. Selbstverständlich
unternimmt etwa jede halbe Stunde einer aus der Runde einen Kontrollgang
zu den Angelruten, um ja keinen Biss zu übersehen, da wir ja auch Fische
fangen wollen. Aber diese Lagerfeuerromantik gehört einfach dazu. Manche
"eingefleischten" Fischer sind der Meinung, dass sich diese Art
von Lagerfeuerromantik mit ernsthaftem Fischen nicht vereinbaren lässt.
Aber wir sind da anderer Meinung und möchten es nicht mehr missen,
auch wenn uns dadurch vielleicht wirklich ab und zu ein Fisch durch die
Lappen geht